PVPVSRPfälzischer Verband für Soziale Rechtspflege e.V.

PVSR

Pressemitteilung: Pfälzischer Verband für Soziale Rechtspflege wird 70 Jahre alt

Der Pfälzische Verband für Soziale Rechtspflege e.V. (PVSR) wird dieses Jahr 70 Jahre alt. Aus diesem Anlass findet am Freitag, dem 14. August 2026 im Pfälzischen Oberlandesgericht Zweibrücken eine Jubiläumsfeier mit geladenen Gästen statt.

Das Jubiläum steht unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe – für ein straffreies Leben“, erläutert der Vorsitzende des Verbands Markus Gietzen. „Hilfe zur Selbsthilfe bedeutet, Menschen die Chance zu geben, Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen und neue Perspektiven zu entwickeln. Gelingende Resozialisierung schützt potenzielle Opfer, stärkt den Rechtsstaat und macht unsere Gesellschaft sicherer.“ Dafür setze sich der PVSR als Dachverband zusammen mit seinen dazugehörigen Vereinen in der gesamten Pfalz seit 70 Jahren mit Überzeugung ein.

Das Jubiläum versteht der PVSR nicht nur als Rückblick auf sieben Jahrzehnte erfolgreicher Arbeit, sondern zugleich als Auftrag für die Zukunft. Den Festvortrag hält Lars Brocker, Präsident des Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz und Präsident des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz.

Hinweis für die Redaktion
Termin: Freitag, 14. August 2026, 11.00 Uhr
Ort: Pfälzisches Oberlandesgericht Zweibrücken
Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen. Rückmeldungen werden gerne unter doris.bauer@pvsr.de entgegengenommen.

Hintergrund:

Seit seiner Gründung im Jahr 1956 setzt sich der PVSR für die Resozialisierung straffällig gewordener Menschen ein. Aus der damaligen Pfälzischen Straffälligenhilfe hat sich ein leistungsfähiger Verband mit vier Bezirksvereinen in Kaiserslautern (ASZ), Landau, Frankenthal und Zweibrücken (Kirchbergwerkstatt Pirmasens), entwickelt. Es gibt rund 170 Beschäftigte. Diese freien Träger unterstützen die soziale Strafrechtspflege, die Kriminalprävention und die Wiedereingliederung durch Gefangenenfürsorge, Täter-Opfer-Ausgleich, Arbeitsprojekte und Netzwerkarbeit. Gemeinsam mit Justiz, Bewährungshilfe, Justizvollzug und sozialen Einrichtungen begleiten die Vereine des PVSR Menschen auf ihrem Weg zurück in ein eigenverantwortliches und straffreies Leben und leisten damit seit sieben Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Weitere Informationen über den Verband und die Bezirksvereine

  • Struktur: Vier eigenständige Vereine in der Vorderpfalz, Südpfalz, Zweibrücken (Kirchbergwerkstatt Pirmasens) und Kaiserslautern (ASZ).
  • Gemeinsames Dach: Organisiert im Pfälzischen Verband für Soziale Rechtspflege e. V.
  • Team: Rund 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich für die soziale Rechtspflege.

Weitere Aufgaben und Projekte vor Ort beispielhafte Stichpunkte:

  • Kaiserslautern (ASZ): Größter Verein mit über 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unter einem Dach; betreibt unter anderem den Wertstoffhof der Stadt Kaiserslautern und mehrere Werkstätten.
  • Häuser des Jugendrechts: Beteiligung der Vereine als freie Träger in Ludwigshafen und Kaiserslautern.
  • Häusliche Gewalt: Opfer- und Täterarbeit, zum Beispiel durch das Interventionszentrum gegen Häusliche Gewalt Südpfalz in Landau.
  • Frühe Prävention: Das Projekt „Zero Tolerance“ in Landau stärkt Schüler im Umgang mit digitalen Medien gegen Online-Missbrauch. In Ludwigshafen engagiert sich der Verein in dem Projekt Flex-Fernschule Rheinland-Pfalz und verhilft Schülern seit 2017 mit Erfolg zu ihrem Schulabschluss.
  • Integration: Flüchtlingsarbeit in Kaiserslautern und Zweibrücken; der Verein Zweibrücken erhielt den Integrationspreis des Landes Rheinland-Pfalz für die Zusammenarbeit mit der Stadt Pirmasens.
  • Arbeitsprojekte: Umsetzer des Pilotprojekts „Arbeit, Pflichten. Perspektiven“ der Stadt Pirmasens durch die Kirchbergwerkstatt für junge Bürgergeldempfänger bis 25 Jahre.